Hier soll aufgeklärt werden, ob die Lowcarb Ernährung für den menschlichen Organismus wirklich gesund ist – vor allem aus evolutionsbedingter Perspektive.

Frage: Wenn der Körper die meisten Kohlenhydrate selbst synthethisieren muss, entsteht ein Übermaß an Stoffwechselprozessen, so dass der Körper intensiver arbeiten muss und dadurch schneller altert.

Kohlenhydrate müssen in Glucose umgewandelt werden. Wenn mehr Kohlenhydrate aufgenommen werden, als zu dem Zeitpunkt verbraucht werden, wird aus Kohlenhydraten Fett synthetisiert. Bei Energie, die über Eiweiß und Fett gewonnen wird, entfällt der Stoffwechselprozess, die Kohlenhydrate in Fett umzuwandeln, somit spricht das eher gegen das Argument der oben definierten Frage.

Frage: Warum hat der Mensch natürlichen Hunger auf Kohlenhydrate wie Nudeln, Brot oder Reis? Der Körper muss doch über viele Jahre gelernt haben, was gut für ihn ist. Wenn Kohlenhydrate wirklich so schädlich sind und sogar das Leben verkürzen sollen, warum verlangt der menschliche Körper ständig nach ihnen?

Das hat zwei einfache Gründe. Erstens: Über Millionen von Jahren gab es im Grunde keine Nahrung mit zu hoher Kohlenhydratedichte, wie sie uns jetzt mit den Ackerbauprodukten in hoher Masse zur Verfügung stehen. Die Zeit, seit der wir diesen Kohlenhydrateluxus genießen, ist für die biologische Evolution zu kurz um darauf zu reagieren. Zweitens: Die Schädigung tritt erst im hohen Alter auf, ähnlich wie beim Rauchen. Wegen der geringen Lebenserwartung in der Steinzeit konnten die Effekte, die erst im hohen Alter relevant werden, keinen Selektionsdruck erzeugen.

Frage: Warum werde ich nach dem Verzehr von kohlenhydratreicher Nahrung wacher und leistungsfähiger? Vielleicht, weil mein Körper die Kohlenhydrate direkt in Energie umwandeln kann und diese nicht erst selbst aus Eiweiß und Fett synthetisieren muss?

Nahrung mit hoher Kohlenhydratdichte treibt den Blutzuckerspiegel in die Höhe, dadurch wird man in dem Augenblick spürbar wacher und leistungsfähiger. Dann aber kommt es zur Gegenregulation des Körpers (Stichwort Insulin), die den erhöhten Blutzuckerspiegel wieder reduziert und sogar in den Keller bringen kann. Bemerkbar macht sich das mit der Müdigkeit, die wir nach einem kohlenhydratlastigen Mittagessen haben.

Frage: Wenn ein Übermaß an Vitaminen vom Körper über die Niere ausgeschieden werden kann, warum sollte der Körper nicht auch Übermengen an Kohlenhydraten ausschauen bzw. abbauen können?

Für den Steinzeitmenschen war Energie überlebenswichtig. Im Gegensatz zu heute waren Situationen gegeben, in denen davon nicht genügend vorhanden war. Dadurch reagiert der Körper und sichert sich nahezu ab: Überschüssige Energie wird in Form von Fett eingelagert, um später in Notsituationen darauf zugreifen zu können.

 

 

Im Grunde ist diese Frage einfach zu beantworten. Wer sich Lowcarb ernährt, darf alles essen, was eine geringe oder kleine Dichte an Kohlenhydraten aufweist. (Richtwert: < 10g auf 100g)

Das kann beispielsweise sein:

  • Fleisch
  • Fisch
  • Käse
  • Eier
  • Tierische Fette und Öle
  • Pflanzliche Fette und Öle
  • Obst (Hier ist Vorsicht geboten. Die meisten Obstsorten weisen sehr viele Kohlenhydrate auf. Eine Ausnahme bilden hier Avocados oder verschiedene Beeren)
  • Kräuter
  • Pilze
  • Samen und Nüsse

Die Website http://www.figurbetont.com hat eine sehr schöne Auflistung erstellt, die verschiedene Lowcarb-Nahrungsmittel in verschiedenen Kategorien darstellt.

Zum Artikel: 100 Lebensmittel ohne Kohlenhydrate.